Die Haubenlerche ist ein meist übersehener Stadtvogel. Ursprünglich war sie in den Steppengebieten Kleinasiens beheimatet. Gerade unsere Neubaugebiete, Gewerbegebiete und Parkplätze stellen einen wichtigen Ersatzlebensraum dar. Hier werden wohl die Bedingungen, die sie an den Lebensraum stellt, am besten erfüllt |
| Aussehen und Verhalten |
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| Haubenlerche |
Haubenlerchen werden ganzjährig in den Siedlungen beobachtet und gelten als Standvögel. Auf der Suche nach neuen unbesetzten Revieren müssen aber gewiss kürzere Wanderungen von unbekannten Entfernungen unternommen werden. Haubenlerchen kann man auf vielen Einkaufswegen in Neubaugebieten sehen oder auch auf ganz anderen Plätzen (z.B. auf Autobahn-Rastplätzen). Der Aufruf, den oftmals recht vertraut zwischen Menschen umhertrippelnden Haubenlerchen auf die Füße zu schauen, ergeht nicht nur an Ornithologen, sondern an alle Interessierte, die mit offenen Augen durch die Welt gehen. Auf diese Weise können auch in anderen Bundesländern farbig beringte Haubenlerchen auftauchen. Da es keine weiteren Farberingungs-Programme bei dieser Vogelart gibt, sind es mit Sicherheit "Güstrower Haubenlerchen". Obwohl sie in unserem Wohn- und Arbeitsumfeld vorkommt und auch brütet, sind einige ihrer Verhaltensweisen weitgehend unbekannt. Durch eine Kenntlichmachung einzelner Individuen dieser Art mit Hilfe der Farbberingung in Güstrow seit 1987 soll ( vor allem im Neubaugebiet Südstadt und seit 1996 im Neubaugebiet Distelberg) etwas Licht in das Verhalten gebracht werden. Bis auf zwei Ausnahmen (Altvögel konnten am Nest gefangen werden) wurden einschließlich in der Brutsaison des Jahres 2001 273 Jungvögel beringt, die natürlich vielen Gefahren ausgesetzt sind und nur zu einem geringen Teil das Erwachsenenalter erreichen. Für diese Markierung wurden zusätzlich eines herkömmlichen Alu-Rings sechs Farbringe verwendet: |
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| 1-3 Plast-Ringe in diesen 6 Farben bekommen die Haubenlerchen an beiden Füßen (nie zwei gleichfarbige Ringe übereinander) angebracht. Jede Farbkombination kommt nur einmal vor. Bei den Kombinationen ist es aber möglich, dass die Ringe am linken und am rechten Fuß gleiche Farben haben können. |
| Diese Beschreibung musste so detailliert erfolgen, damit Beobachtungen beringter Vögel auch entsprechend verwertbar notiert werden. Da also die Farbring-Kombinationen stets individuell vorgenommen werden, kann mit einer exakten Beobachtung und Meldung sehr wertvolles Material zu dem Gesamtergebnis beigesteuert werden |
| Nach folgendem Muster sollte eine Beobachtung notiert werden: |
| Datum | 05.05.2001 |
| Ort | Rostock-Südstadt, Bushaltestelle an der Mensa |
| linker Fuß | schwarz, blau |
| rechter Fuß | über Aluring blau |
| Beobachter | Mustermann |
| Hinweis zur Beobachtungstaktik: Auf keinen Fall stehen bleiben, besser mehrmals an dem Vogel vorbeigehen, um genauer auf die Füße schauen zu können! |
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| Für Hinweise und zum Erfahrungsaustausch wenden Sie sich an: Dr. A. Martin oder nutzen unser Gästebuch der Fachgruppe Ornithologie und Naturschutz |